Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen eventuell vorhandenen
Schimmelpilzbefall
nachzuweisen
Klebeprobe mit Klebefilm
Ein Klebefilm wird auf die zu untersuchende Stelle aufgedrückt. Zur Auswertung wird er in ein Labor geschickt.
Abklatschprobe oder Abstrich
Dabei wird ein Nährmedium auf das zu testende Material gedrückt oder eine Probe auf eine Petrischale (Nährmedium für
Schimmelpilz) aufgestrichen. Wenn sich nach etwa einer Woche auffällige Mengen an Kolonien bilden, dann liegt ein
Schimmelbefall vor.
Entnahme von befallenem Material und labortechnische Auswertung
Die Probe wird auf ein Nährmedium gebracht. Mit der Bebrütung des Nährmediums kann eine Einschätzung erfolgen, ob überhaupt ein Befall vorliegt. Eine nachfolgende Laboruntersuchung bringt jedoch genauere Informationen über die gewachsenen Arten. Das ist für die weitere Vorgehensweise wichtig (Einschätzung der Luftuntersuchung auf Sporenbelastung, Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes).
Schimmelpilze geben Millionen von Sporen ab, die sich wie Feinstaub verhalten und entsprechend ihrer Konsistenz in der Raumluft verweilen. Durch Luftzirkulation, wie sie zum Beispiel durch Heizungsluft vorkommt, werden die Sporen von der
Schimmelpilz-Quelle aus im gesamten Haus mehr oder weniger verteilt. Infolge dessen sedimentieren sie auf den unterschiedlichsten Oberflächen ab. Aus diesem Grund muss eine Feinreinigung aller Oberflächen mit Spezialsaugern der H-Klasse und eine Raumluftreinigung mit
VENTGATE® oder HEPA Luftreinigern erfolgen. Diese Luftreiniger enthalten eine bestimmte Filtertechnik, die alle Bestandteile ab einer Größe von 0,3 Mikrometer, worunter auch
Schimmelpilz- sporen fallen, herausfiltert.
Um hier aber nur die wirklich betroffenen Räume zu reinigen und damit Kosten zu sparen, wird die Raumluft der interessierenden Bereiche mittels Luftkeimsammler und Vakuumpumpe untersucht. Dabei werden definierte Luftmassen auf Nährmedien gesaugt und diese etwa eine Woche lang bebrütet. Oft sind auch
Schimmelpilzspezies vorhanden, die nur ungenügend auf den verwendeten Nährmedien kultivierbar sind. Um diese trotzdem nachweisen zu können ist eine Probenahme auf Objektträger mit Laborauswertung sinnvoll. Aus diesem Grund werden gegebenenfalls beide Verfahren genutzt. Eine zuverlässige Aussage über die Sporenverteilung ist dann möglich.